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182-11160 vhs.Epoche: Das "lange" 19. Jahrhundert - Teil I

Beginn Mo., 08.10.2018, 19:30 Uhr - Mo., 28.01.2019, 21:00 Uhr
Kursgebühr 65,00 €
Dauer 7 Termine
Kursleitung Peter Reinhardt
Dr. Waltraud Falardeau
Dr. Fabrizio Brena
Regina M. Fischer M.A.
Matthias Hofmann
Martin Böhler

Mo., 08.10., 19.30–21.00 Uhr
Regina M. Fischer M.A.
Die Kunst des Biedermeiers
Biedermeier nennt man die Zeitspanne vom Ende des Wiener Kongresses 1815 bis zum Beginn der bürgerlichen Revolution 1848 in den Ländern des Deutschen Bundes.
Der Begriff geht zurück auf eine fiktive Figur des treuherzigen, aber spießbürgerlichen Gottlieb Biedermaier. Wichtig ist der Begriff als Epochenbezeichnung der Kulturgeschichte, denn in dieser Zeit entstehende eigene Kultur und Kunst des Bürgertums, so in der Hausmusik, der Innenarchitektur und auch in der Kleidermode, zum anderen auf die Literatur der Zeit, die oft mit dem Etikett „hausbacken“ oder „konservativ“ versehen werden. Als typisch gilt die Flucht ins Idyll und ins Private.
Die Kunsthistorikerin Regina M. Fischer erläutert die historischen Hintergründe der Restauration und schildert, wie die politische Machtlosigkeit das Bürgertum zum Rückzug in eine private „heile Welt“ veranlasste. Die Entstehung des Namens ist ebenso Thema, wie die Malerei, deren wichtigste Vertreter Karl Spitzweg und Eduard Gärtner sind oder die neue Gattung der sog. „Zimmerbilder“.

Mo., 12.11., 19.30–21.00 Uhr
Matthias Hofmann
Kaiser Napoleon I. Aufstieg und Niedergang einer europäischen Lichtgestalt
Napoleon Bonaparte (1769-1821) verstand es während der Französischen Revolution, militärisch geschickt zu taktieren und stieg somit rasch auf. Für viele galt er als neuer politischer Hoffnungsträger, als der Schwung der Revolution verebbt war. Zu seinem politischen Kalkül verhalfen ihm vor allem seine ruhmreichen Kriegszüge, die ihm eine große Popularität bei den Franzosen einbrachten. Er eroberte weite Teile Europas und ordnete es neu. Erst seine Niederlage gegen Russland 1812 ließ seinen Stern sinken. Zwar konnte er in einem zweiten Anlauf die Franzosen noch einmal für sich begeistern, musste sich dann aber in der Schlacht von Waterloo endgültig geschlagen geben. Dennoch prägten er und seine Herrschaft Europa lange über seinen Tod hinaus.

Mo., 19.11., 19.30–21.00 Uhr
Dr. Fabrizio Brena
Die Heilige Allianz – ein Bündnis der Könige gegen ihre Völker?
Nach der endgültigen Niederlage Napoleons 1815 beschlossen die drei kontinentaleuropäischen Hauptmächte (Russland, Österreich und Preußen) die Wiederherstellung der traditionellen politischen Ordnung, die durch die Französische Revolution und die darauffolgenden Wirren ins Wanken geraten war, durch ein gemeinsames Handeln zu verwirklichen. Als Wunschbild diente das Christentum als friedensstiftende Stütze des monarchischen Prinzips durch die Verbindung von Thron und Altar, indem die politischen Entscheidungen der Monarchen den christlichen Geboten untergeordnet werden sollten. Das politische Konzept der Restauration wurde jedoch durch die Unabhängigkeitsbewegungen und Freiheitsbestrebungen der europäischen Völker nach und nach erodiert, bis zu den Ereignissen im Schicksalsjahr 1848. Immerhin hatte dieses System über 30 Jahre lang Frieden in Europa gewährt.
Anhand von Zeugnissen und Dokumenten werden die einzelnen Phasen der Entstehung, der Konsolidierung und des Zerfalls dieses überstaatlichen politischen Gefüges aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellt. Schließlich werden wir uns die Frage stellen: Kann man aus diesem gescheiterten Versuch einer Zusammenarbeit der Staaten und Regierungen Rückschlüsse auf die gegenwärtigen Verhältnisse unseres Europas ziehen, vor allem in Bezug auf die Spannungen innerhalb der Europäischen Union und die Beziehungen zu Russland?

Mo., 03.12., 19.30–21.00 Uhr
Dr. Waltraud Falardeau
Biedermeier – Natur und Sicherheitsbedürfnisse
Mensch und Natur sind literarische Hauptthemen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Mensch ist zwar Teil der Natur, andererseits kann er sich ihr entgegenstellen oder über sie erheben. Die Literatur zeigt zudem die Gefährdung, die von der Natur ausgehen kann: durch Naturgewalten oder durch Geister bzw. Gespenster, wie etwa bei E.T.A. Hoffmann oder Mörike. Auf diesem Hintergrund geht es vermehrt um Sicherheitsbedürfnisse. Dazu tragen auch die politischen Umbrüche zur Jahrhundertwende sowie die sich ankündigende Industrialisierung bei. Sie sorgen für konservative Strebungen mit Betonung des Häuslichen und Privaten. Klassik und Romantik münden in das „Biedermeier“.
Diese Epochen sollen im Überblick dargestellt und sodann Vertreter des „Biedermeier“ zu Wort kommen. Das Schwergewicht wird bei Eduard Mörike und Annette von Droste-Hülshoff liegen.

Mo., 10.12., 19.30–21.00 Uhr
Dr. phil. Martin Böhler
Von der Aufklärung bis zum deutschen Idealismus
Der Vortrag gibt einen Überblick über die wichtigsten philosophischen Strömungen von der Zeit der Französischen Revolution bis zur Jahrhundertmitte. Neben den deutschen und französischen Aufklärern, ohne deren Einfluss die Französische Revolution kaum denkbar wäre, steht der Idealismus mit seinen wichtigsten Vertretern Fichte, Schelling und v.a. Hegel im Mittelpunkt.

Mo., 14.01., 19.30–21.00 Uhr
Matthias Hofmann
Die Kolonialisierung Afrikas
Die Voraussetzung für die Kolonialisierung Afrikas war die Kartographierung des Kontinents. Dies unternahmen einige europäische Forscher bereits seit dem beginnenden 19. Jahrhundert. Die bekanntesten ihrer Zunft waren David Livingstone und Henry Morton Stanley. Die zielgerichtete Kolonialisierung Afrikas setzte erst nach den europäischen Revolutionen von 1848 ein. Die Europäer waren vor allem an Rohstoffen interessiert, die in den jeweiligen Mutterländern benötigt wurden und weiterverarbeitet werden konnten. Ab 1873 setzte sein wahrer „Wettlauf“ der Europäer nach Afrika ein, um sich vor Ort noch eine Kolonie zu sichern.

Mo., 28.01., 19.30–21.00 Uhr
Peter Reinhardt
Vom Pferd zur Maschine
Die erstaunliche Entwicklung von der ersten handgestrickten Dampfmaschine bis zum Elektro- und zum Verbrennungsmotor. Der Mensch macht sich die ungeahnten Kräfte der Natur untertan, erleichtert sein Leben - und gefährdet die Welt.




Kursort

Raum 03

Neckarsteige 1
72622 Nürtingen

Termine

Datum
08.10.2018
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Neckarsteige 1, Nürtingen, Hölderlinhaus, Raum 03
Datum
12.11.2018
Uhrzeit
20:15 - 21:45 Uhr
Ort
Neckarsteige 1, Nürtingen, Hölderlinhaus, Raum 03
Datum
19.11.2018
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Neckarsteige 1, Nürtingen, Hölderlinhaus, Raum 03
Datum
03.12.2018
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Neckarsteige 1, Nürtingen, Hölderlinhaus, Raum 03
Datum
10.12.2018
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Neckarsteige 1, Nürtingen, Hölderlinhaus, Raum 03
Datum
14.01.2019
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Neckarsteige 1, Nürtingen, Hölderlinhaus, Raum 03
Datum
28.01.2019
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Neckarsteige 1, Nürtingen, Hölderlinhaus, Raum 03